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Philosophien, Blödsinn und das normale Leben
Das Leben... oder warum eine Pause entstand 
Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen, auf keinen Fall ein zeitliche Lücke von mehr als 1 Woche zwischen den Texten hinzunehmen. Pustekuchen... Da hatte ich Ende Juni meinen Resturlaub bei meiner alten Firma genommen und während dieser Zeit das Internet (ausser zum Spielen) gemieden und begann Anfang Juli eine neue Aufgabe.
Neue Informationen fluteten das Hirn, füllten jede noch so kleine Lücke und liessen mir keinen Platz mehr um älteres zu verarbeiten und hier für das Internet aufzubereiten. Ohne große Anstrengungen vergingen so 3,5 Wochen ohne einen weiteren Text an dieser Stelle.

Aber nun dachte ich mir.... jetzt habe ich die Zeit, die Luft und kann auch neues einbringen.

Ein kleiner Exkurs durch das moderne Gesundheitswesen

Es begann mit Kopfschmerzen und zwei Tage später folgte Fieber. Nicht schlimmes dachte ich bei mir, wird schon nach ein paar Tagen vorbei sein. Tatsächlich aber fingen die Tage an zu verschwimmen, nach 5 Tagen Fieber über 39 (jeweils zwei Schübe am Tag) ging ich dann doch langsam verzweifelt zum Arzt. Mich machten eigentlich mehr die Kopfschmerzen wahnsinnig, ich wurde schon von den Kopfschmerztabletten satt.
'Oh, sie haben einen großen Infekt !" sagte die Ärztin, nachdem sie mir in den Hals schaute, liess mich bluten, gab mir Antibiotikum (heftiges) und verbot erstmal die Arbeit. Am Mittwoch sollte ich mir die Ergebnisse des Bluttestes abholen.
Wieder zwei Tage heftiges Fieber, trotz Antibiotikum... Häh ? Sollte das nicht langsam anschlagen ? Am Mittwoch sah mich die Ärztin mit sehr ernsten Augen an und sagte "Sie müssen ins Krankenhaus... ihre Leberwerte sind ganz schlecht und das Blutbild seltsam." Und weiter "Ich könnte sie zwar einzeln zu den Ärzten schicken, aber das würde zuviel Zeit bedeuten... bitte gehen Sie heute noch hin !" und schrieb mir eine Überweisung. Blutkrankheit ? Pfffffft, woher das denn ?
Ich habe eine natürliche Abneigung gegen Ärzte und Krankenhäuser... keine Ahnung warum, aber ich versuche sie die meiste Zeit zu meiden. Mittags im Krankenhaus, meinte ich schon kanpp zwei Stunden später hier seien Vampire am Werk. Und sadistische Krankenschwestern, die zwar alle sehr nett waren, doch muteten die Werkzeuge doch teilweise etwas altertümlich an. Zudem noch eine nette Ärztin, die jede Stunde mal hinein schaute um zu prüfen, ob ich noch lebe. Dazu flüsterte sie im Laufe des Tages etwas von KissingDesease, Epstein-Barr-Virus und so weiter (??? Was ist das denn ?). Dazu zwinkernde Hinweise, dass das ja nur durch nahe Kontakte übertragen wird (Hat Ihre Freundin das eigentlich ?).
Ich liess mich breitschlagen (aufgrund der schlechten Leberwerte) über Nacht zu bleiben, nicht wissend, wie schwer es wieder werden würde, aus dieser 'Anstalt' zu entrinnen. Puhhh, ist das langweilig. Lesen, auf dem Bett drehen, heimlich betend (bin nicht religiös), dass ich weder vom auf der Toilette zeltenden Nachbarn im linken Bett, noch vom sich stöhnend drehenden Kranken des rechten Bettes angesteckt werde.
Die Langeweile setzte sich am Donnerstag fort.... Nichts passierte mehr. Ständige Überwachung ? Pah. Ich wurde weniger überwacht als zu Hause. Aber immerhin nach 4 Stunden hatte ich einen Termin in der Sono... und der diagnostizierte anhand das Ultraschalls eindeutig eine vergrößerte Milz, reichlich Lymphknoten und .... Epstein-Barr.
Ich hatte genug, ich wollte raus. Behandlung gabs keine, zwar wollten die mich unbedingt da behalten, machen konnten sie nichts. Und ich wußte noch immer nicht, was ich eigentlich hatte. Leberwerte hin und her, sollten die Gerinnung beeinträchtigen, nicht so ultraschlecht... 'Ja, wir lassen sie auf eigene Verantwortung heraus...'
Allein das Formular mir endlich hinzulegen, kostete mich 1 Stunde im Gang stehen (vor der Schwester !) bis sie schliesslich genervt aufgab, allerdings erst nach dem Schichtwechsel (damit das Krankenhaus ja auch noch eine höhere Rechnung stellen konnte).
Zuhause und gerettet... Bis zum nächsten Tag. Epstein-Barr-Virus heisst übrigens auch Pfeiffersches Drüsenfieber (was mir endlich was sagte)... Nur glaubte meine Ärztin auf keinen Fall dem Krankenhaus. Blutkrankheit.... und wieder geblutet... und unbedingt noch einen Termin zum CT des Magens....
Ich war langsam echt müde. Antibiotikum war ausgelaufen, hatte mich gelb gemacht (Leber), nicht geheilt (weil das bei EBV gar nicht funktioniert). Ich trank jeden Tag inzwischen 3 Liter Wasser, versuchte wieder etwas zu essen (Gute Zeit zum Abnehmen) und sie glaubte dem Krankenhaus nicht !
Dann, ein Wunder ! Das Fieber hatte inzwischen nachgelassen, die Schmerzen gingen zurück und meine Ärztin hatte sich fachlich abgestimmt und eingelenkt. Ja, doch EBV, entspannen sie sich, keine Blutkrankheit... die Leberwerte nochmals schlechter geworden, aber alles erträglich (Ich lag inzwischen bei einem Leberwert von über 800 !).

Widerstreitende Diagnosen, Krankenhäuser, die Leistungen ausführen ohne die Ergebnisse weiterzuleiten (an den Hausarzt), sich hinauszögernde Entlassungen (um mehr Geld abrechnen zu können), Langweile (weil nichts geschah)... ein Patient zwischen den Fronten.
Ich bin wieder im Leben, nicht gesund (die gelben Augen werden noch ein wenig bleiben), aber warte bis zum nächsten Bluttest, damit der dann zeigt, dass es endlich besser wird. Vielleicht darf ich ja dieses Jahr noch wieder ein Bier trinken ?

Und fast 5 1/2 Wochen keinen Eintrag.... Pffft...
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Das Ei des Kolumbus oder was eine Serie bereits voraussah ! 
Das [ei] ist in aller Munde, der iPod, das iPhone fluten die Medien. Womit ich das "in aller Munde" auch gleich wieder zurückziehe. Kaum ein Hersteller kommt noch am [ei] vorbei um seine eigenen Produkte innovativ und trendig nennen zu können. Nur dumm, dass der Hersteller der [ei]Hülse (ins deutsche übersetzt) so sehr auf sein [ei] besteht, dass schon diverse gerichtliche Auseinandersetzungen geführt werden oder wurden.
Bei golem.de erschien am 25.05. eine Newsticker Nachricht zu einem Produkt [ei]Gasm, die mich zwar erst nur zum Schmunzeln brachte, später zum Erstaunen. Wusste ich doch nicht, dass das beworbene Produkt schon lange in einer Fernsehsendung Thema war. Das allerdings stellte ich erst in der daurauffolgenden Woche fest.

Dr. House ist ja (berechtigt) mit dem etwas schrägen Humor zu einem Quotenschlager geworden. In der Folge wurde Dr. House in der Notaufnahme zur Diagnostizierung der Patienten eingesetzt und hatte mit einem etwas aussergewöhnlichen analen Spielzeug zu tun..... ein MP3 Player war ausser Kontrolle des Spielers geraten und hatte selbstständig beschlossen, den Körper von innen zu erforschen. Erst da tauchte in meinem Gedächtnis die Erinnerung an die Nachricht von Golem auf. Hatte der britische Anbieter die Folge bereits vorher gesehen und die geniale Werbeidee übernommen ? Wahrscheinlich hätte Apple auch fast nichts unternommen, wenn nicht gleichzeitig ein an die Kampagne von Apple angelehntes Werbeplakat für den [ei]Gasm erschienen wäre.
Und warum ergreift nicht Apple diese Chance, es ist schliesslich eine Marktlücke mit einem Verkaufsvolumen von 50% aller [ei]Pods. Schaut man auf den Bedarf werden glatt Sammelbestellungen organisiert. Und wenn man mal versucht ein wenig zu recherchieren, stößt man auf den Hersteller Arktis in Deutschland (wobei [ei]Gasm und Arktis aber scheinbar unterschiedliche technische Ansätze verfolgen *lach*), der den Kopfhöhrerersatz für 79,90 EUR anbietet.



Wo bleibt da die Gleichberechtigung für den Mann ?

P.S.: Worauf man(n) beim recherchieren stößt....

"Schon länger bekannt, hat schliesslich fast jedes Handy einen Vibrator, der beim herunterfallen kaputt gehen kann." Kam in einer Diskussion zum Motorola Skyfire.
"Ich warte aber trotzdem ab, bis die erste Preissenkung kommt und endlich ein Vibrator im PS3 Pad eingebaut wird. Bis dahin zock ich Wii und PS2." Zockerweibchen ?
Der übersetzte deutsche Begriff [ei]Hülse wiederum führte mich zu Hoffmeister's Familie der Regenwürmer
und zu KLONEN: Schweinerei oder Fortschritt? wobei ich etwas seltsam fand, dass diese angeregte Diskussion in einem Forum zum Herrn der Ringe Film zu finden war.
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Rollenspiel 
Habt ihr schon mal ein Rollenspiel gespielt ? Ich möchte wetten ja, auch wenn es nicht jedem bewusst war. Vielleicht war es auch zu lange her, lag noch in der Kindheit, sicher allerdings nicht so, wie ihr vielleicht im ersten Moment meint. Es gibt in der Transaktionsanalyse einen Fachbegriff, der Dramadreieck heißt. Es geht darum, wie bei einer Kommunikation (oder einem Spiel) eine Rolle eingenommen wird: Opfer-Täter-Retter (der Täter wird auch manchmal als Verfolger bezeichnet).

Als Vorgesetzter lernt man solche Rollen in diversen Gesprächssituationen zu erkennen.... doch wie zeigen die sich in der Realität ?

Fangen wir mal mit einem „richtigen“Rollenspiel an, ich oute mich jetzt mal, ich spiele World of Warcraft. Wer kennt das Spiel nicht nach diversen seltsamen Diskussionen im Fernsehen/Radio über „süchtig“ machende Spiele, Killerspiele usw. Innerhalb des Spieles gibt es zwei Fraktionen. Die Allianz besteht aus sogenannten „guten“ Völkern , wie den Zwergen, Menschen, Nachtelfen und Gnomen. Die Horde wiederum hat so „böse“ Völker wie Tauren, Trolle, Untote und Blutelfen.
Ich habe am Anfang einmal einen Menschen gespielt und habe es nie erlebt, dass die Horde irgendwo angriff. Aufgrund einer Freundin fingen wir beide gleichzeitig an, mal einen Horden Charakter zu erstellen.... und wow, ständig gab es irgendjemanden des „guten“ Volkes, der einen Stützpunkt der Horde angriff. Dazu sollte man noch wissen, dass die Spieler der Horde fast immer auf einem der vorhandenen Server in der Minderheit waren.
Ich bin ein eher ruhiger Spieler, mir geht es um die Geschichte und die Welt, die es zu entdecken gibt. Läuft mir jemand der anderen Seite über den Weg, grüße ich ihn (mit Gestik, denn über die Sprache verstehen sich die beiden Fraktionen nicht), helfe ihm, falls er in Bedrängnis gerät und gehe meines Weges. Mir passierte es aber häufiger, dass ich einfach angegriffen werde.
So auch neulich, als in einer Aufgabe 3 Punkte von jeder Seite erobert werden sollten. Würden sich beide Seiten absprechen, könnte jeder die Aufgabe schnell erledigen. Tatsächlich war es aber eine ruhige Zeit, zu der fast niemand anderes aktiv spielte. Ich stellte mich also an einen dieser Flaggenpunkte, holte mir einen Kaffee (in der realen Welt) und als ich zurückkam, wurde ich von irgendwoher aus dem Rücken mit Feuerbällen beschossen. Da ich keine Lust auf einen Kampf hatte, versuchte ich auf dem Pferd zu flüchten. Ich konnte nicht entkommen, der Schaden war schon vorher zu groß gewesen.
Und würde man nicht einem Feind nach dem Kampf Ehre erweisen, kam der Gegner (ein Mensch) zu der virtuellen Leiche, stellte sich daneben, machte unflätige Gesten und lachte schließlich meine Spielfigur aus.
Provokation, aus dem Hinterhalt schießen, beschimpfen und provozieren, ohne selber etwas davon erlebt zu haben ? Welche Rolle spielte da der Mensch/Spieler ? Wer sind dabei eigentlich wirklich die „unehrenhaften“ Völker ? Man erlebt innerhalb des Spieles auf jeden Fall eine soziale Bewegung, die auch in der Realität so vor kommt: Die Fraktion, die sich in der Minderheit befindet, hält sehr viel stärker zusammen, hilft sich mehr gegenseitig und zeigt mehr „Ehrgefühl“. Die, die der Mehrheit folgen, haben ein stark unsoziales Verhalten.

Eine andere Art von Rollenspiel erlebe ich immer wieder bei meinen Kindern. Ein Kind lernt recht schnell, mit welcher Art von Verhalten es etwas lernen kann. Das einfachste Beispiel heißt „Weinen“. Der Erwachsene kommt, tröstet und versucht sich einfach zu kümmern. Tränen sind eine Waffe.... das stimmt hier. Das Kind versetzt sich in die Opfer Rolle, das Elternteil wird zum Retter. Durchbrechen kann man dieses Verhakten nur, wenn man sich aktiv dieser Rollen bewusst wird, dem Kind beibringt, dass dieses Rollenspiel nicht mehr funktioniert.

Erwachsene folgen diesem Spiel noch immer, bewusst und auch nicht bewusst. Es ist leicht zum Opfer zu werden, um Schuld von sich zu weisen. Jemand anderes zum Täter werden zu lassen. Meist sind diese Rollen aber so perfektioniert, dass sowohl dem Opfer als auch dem Partner im Spiel das Drama kaum bewusst wird. Was passiert, wenn das Opfer ignoriert wird ? Es versucht mit immer stärkeren Methoden den anderen in die gewünschte Rolle zu drängen, so weit, bis derjenige an der Grenze der Selbstzerstörung oder Selbsterkenntnis ist.
In Trainings zu Zielerreichungsgesprächen, Konfliktmanagement und Mitarbeitergesprächen wird uns immer wieder beigebracht, dass das nicht ignoriert werden darf, man sich allerdings auch nicht in eine Rolle drängen darf. Bewusst werden und aktiv handeln. Eingehen und doch nicht nachgeben. Doch es ist leicht sich in der Transaktionsanalyse zu bewegen, wenn man auf einem neutralen Gebiet „kämpft“. Und was, wenn weitere in das Spiel eingebunden werden ? Es wird zunehmend schwerer sich der Rollen zu entziehen und es wird immer ermüdender.
Kein Fazit heute, aber das Versprechen mich beim nächsten mal wieder einem anderen Thema zu widmen.
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Zitat 
"Alles was ich heute tue, ist wichtig, gebe ich doch einen ganzen Tag meines Lebens dafür." -- George Bernhard Shaw

Man merkt: Wir sind wieder bei der Zeit. Warum ist manches wichtiger für einen selber, manches nicht ? Gibt man immer freiwillig oder ist vieles doch so eingerichtet, dass man geben muss ?

Damit wird ja ein wenig die Brücke geschlagen zu einem früheren Beitrag zu veränderlichen und nicht-veränderlichen Welten. Manchmal muss man halt mal geben, ohne es bestimmen zu können. Umso wertvoller ist doch die Zeit, über die man selber bestimmen darf. Denn dabei ist eine freie Entscheidung gegeben, was einem wichtig ist, erscheint oder sein sollte. Es gilt also im Leben den Anteil an frei entschiedener Zeit soweit zu erweitern, dass ich glücklich bin. Und damit ist nicht nur meine Freizeit gemeint. Auch mein Arbeitsleben kann ein Teil dieser Entscheidung sein, manch einer mag das Leben als Selbstständiger, um es sich frei einrichten zu können. Ein wesentlicher Bestandteil ist aber die Zeit nach der Arbeit, den notwendigen Einkäufen, den Kindern und so weiter. Wieviel verbleibt ?
Selbst mit dem was verbleibt kann ich zufrieden sein, wenn ich mit den Pflichtaufgaben auch zufrieden bin. Und wer zum Teufel bestimmt eigentlich, in welcher Reihenfolge und zu welcher Zeit jede Pflichtübung gemacht werden muss ?

Wann gerät der Mensch unter Stress ? Und damit meine ich Arbeitsstress bei zu vielen Aufgaben. Wenn er nicht mehr die Möglichkeit hat, seine Zeit zu bestimmen. Er keine Chance zur Einteilung hat, seine Selbstbestimmung ihm vollständig genommen wird. Wenn dieses im Arbeitsleben stattfindet, fängt es an, sich auch in das Privatleben auszuwirken, eine Pflichtaufgabe nach der anderen wird erledigt, bis er genügend Luft zur Selbsteinteilung findet. Manch ein Mensch schafft es nicht mehr, sich aus dieser Spirale zu befreien, findet keinen Weg um Kontrolle zurückzuerhalten, vegetiert dann von Tag zu Tag weiter. Und verfällt. Ich spreche aus Erfahrung.

Am Ende des Arbeitsleben findet das fast entgegen gesetzte statt, plötzlich ist zu viel Zeit zur Selbstbestimmung da, manch einer weiss nicht mehr, was er noch machen soll.

Es hilft mir, jeden Morgen oder auch am Tag vorher für mich zu sagen, das wird die Zeit sein, wo ich für mich entscheide, wie ich sie verbringe. Das ist keine Zeit, die jemand anderes für mich plant, mich einteilen will. Es gibt Tage, wo ich mich bereits verabredet habe, meine Zeit verteilt ist, und manchmal sage ich mir vorher: Ich weiss noch nicht, was ich mache, aber ich werde es für mich noch entscheiden. Auch wenn das mal zu Konflikten in der Partnerschaft führen könnte (Belle verzeih mir :-) ), ist es doch ein notwendiger Mechanismus in jedem Menschen: Selbsterhaltungstrieb, Selbstheilung, Selbstbestimmung ?
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Zeit 
Mir verrinnt die Zeit zwischen den Fingern..... Woher kommt eigentlich der Spruch ? Man kann es sich fast schon denken... ein gutes altes Messinstrument, die Sanduhr, war die Vorlage dafür. Geht man aber nach Ringelnatz, lautet es eigentlich anders: "Ein Rauch verweht, ein Wasser verrinnt, eine Zeit vergeht, eine neue beginnt."

Warum komme ich eigentlich auf das Thema ? Ich habe in der letzten Woche durchaus festgestellt, dass mir immer Zeit fehlt. Mehr Beiträge hier, da doch die Ideen eigentlich nicht ausgehen, mehr Zeit da. Schlussendlich brauche ich eine Zeitmaschine, aber nicht eine, die es mir erlaubt in der Zeit zu wandern, sondern eine, die es ermöglicht Zeit zu dehnen. Geht das eigentlich ? Nach der Relativitätstheorie: ja !

Warum das aber nicht ganz so schick ist, erkläre ich gleich mal.
Zunächst einmal, was ist eigentlich Zeit ? In vielen SF Romanen wird sie als eine Art der Dimension angenommen, man könnte sich in Ihr ähnlich bewegen, wie in unserem 3 dimensionalen Raum. Tatsächlich ist sie aber etwas anderes. Nehmen wir als Beispiel einmal ein gezeichnetes Strichmännchen auf einem Blatt Papier und zeichnen davor einen langen Strich über das ganze Papier. Das Männchen hat in seinem 2 dimensionalen Raum keine Möglichkeit an der Linie vorbeizukommen. Erst wenn jemand aus der dritten Dimension hilft, gibt es eine Möglichkeit diese Linie zu überwinden. Prinzipiell gilt das auch bei unserer Welt. Würde uns jemand helfen aus unserem beschränkten Bewusstsein hervorzubrechen, praktisch herauszutreten aus den regulären 3 Raumdimensionen in eine vierte, wäre es möglich zu fast jedem Punkt der dritten Dimension zu gelangen. Nicht unbedingt schneller (ist ja ein Umweg, ausser wenn das Papier gefaltet ist), aber zumindest gäbe es die Möglichkeit an Hindernissen vorbeizukommen (praktisch in einem Stau).
Die Zeit ist aber keine Raumdimension in dem Sinne. In der Physik lernten wir, dass die Entropie des Universums gesetzmäßig zunehmen würde (Entropie bedeutet in dem Sinne die Unordnung). Kenne ich von meiner Wohnung. Es gibt dabei keinen Rückweg.
Die Zeit kann man sich als eine Einbahnstrasse vorstellen. Unendlich viele Zustände vom Jetzt aufeinander gestapelt, in jedem verändert sich ein wenig mehr.
Man stelle sich dafür eine Rampe mit einer Kugel vor. Die Kugel rollt die Rampe runter und ändert dabei ihre Position im 3dimensionalen Raum. Die Zeit ist dabei wie bei einem Kinofilm die Übereinanderschichtung der einzelnen Bilder des Rollens, wobei wir die ganzen physiaklischen Nebeneffekte wie Energieverluste, angestoßene Luftmoleküle etc. mal ausser acht lassen.
Um sich in dieser Einbahnstrasse nun bewegen zu können (und dabei heisst bewegen nicht, dass wir etwas zurückdrehen können, sondern nur, dass innerhalb dieser Strasse von einem Punkt zum nächsten gelangt werden kann), müssen wir also eine Ebene höher steigen, in die 5te Dimension. Oder von dort Hilfe erhalten. Wie hat das H.G.Wells bloss mit seiner Maschine gemacht ? Ich muss zugeben, dass es selbst mir ein wenig zu hoch war, die n-tupel haben mich schon während meines Studiums in der Mathematik verfolgt. Ich warte nicht darauf, dass mag anderen Menschen vorbehalten bleiben.

Kommen wir also zurück zur anderen Lösung Zeit verstreichen zu lassen.

Es gibt ein berühmtes Beispiel zum Thema Zeit, das Zwillingsbeispiel . Damit also ich mehr Zeit habe, muss ich die ganze Welt per Lichtgeschwindigkeit in das All schicken. Ich muss zugeben, dass ich mit dem einen oder anderen schon mal solche Gedanken gehegt habe, allerdings werde ich dann auch doppelt so schnell älter wie alle anderen. Ein Preis der zu zahlen wäre und in der Wirtschaft insbesondere beim Management auch Standard ist. Für mich aber nicht.

Wie man es dreht und wendet, ich bräuchte mehr Zeit ohne zu altern, ohne ein 5dimensionales Wesen und ohne alle ins All zu schiessen.
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