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Philosophien, Blödsinn und das normale Leben
-losigkeit ? 
Ein anderer Begriff ging mir die letzten Tage durch den Kopf. Planlos !
Ich wurde einmal selber damit konfrontiert, ich wäre planlos.... und nur ein paar Jahre später schaute mich Belle mit grossen Augen an und sagte: Du und planlos ?
Jeder hat seine eigene Vorstellung von Planung (wir sind hier wieder bei der Individualiät :-)) und um einmal herauszufinden, was die meisten planen, versuchte ich herauszufinden, was sich die meisten wünschen. Das Internet bietet wieder eine unglaubliche Anzahl an Antworten:

-Zwei Drittel der Deutschen wünschen sich rauchfreie Gaststätten
-Laut einer Umfrage wünschen die meisten Deutschen einen Lebenspartner mit Kinderwunsch
-Trendstudie: Alle unter einem Dach - Deutsche wünschen sich ein Leben im Generationenhaus
-Die Deutschen wünschen sich mehr Sex
-Die Deutschen wünschen sich mehr Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen.

Pustekuchen mit allgemeinen Studien, einzig den Lebenspartner kann man wohl bei der allgemeinen Planung zulassen. Der Rest sind Trendthemen und ein wenig Publizismus. Auf der Suche nach Lebensplanung habe ich dann Hinweis auf Bücher gefunden, reichlich viele Finanzinstitute (die alle nur die einzig wahre Planung anboten) und immer wieder der Querverweis in Richtung auf Karriere. „Deutsche haben eine gesteigerte Lebensplanung“ steht in einer Überschrift.
In fast jedem Vorstellungsgespräch wird abgefragt „und was planen Sie in 3-5 Jahren?“. Ist es eigentlich richtig das zu fragen ?

-„Ich will doppeltes Gehalt, Vorgesetzter sein und einen grossen BMW haben.“ Handfeste materielle Ziele, hohe Einsatzbereitschaft, Rücksichtslosigkeit ?
-“Eine interessante Aufgabe.“ Huch, wie soll man das denn greifen ?
-“Ich weiss noch nicht.“ Hah, hier definitiv ein sich treiben lassender zielloser Bewerber, bloß ich keine Führungsposition.


Korrekt ? Hat jemand Einwände ?
Wenn ich könnte, würde ich Personaler, die so oder ähnlich urteilen per Post nach Timbuktu verschicken, aber leider sind meine Einflussmöglichkeiten beschränkt dabei.

Materielle und ideelle Ziele, jeder hat einen gewissen Packen davon dabei. Treffen zwei Menschen aufeinander, gilt es die Ziele in etwa abzugleichen, zu schauen, wie beide gleichzeitig den überwiegenden Teil davon erreichen können, wo Kompromisse möglich sind. Die Lebensplanung wird aber häufig (so zumindest im Internet in Texten) mit dem materiellen assoziiert. Mein Haus, mein Baum, mein Boot und meine Kinder ! (Ach ja, und da hinten beim putzen noch meine Frau). Werbung zielt ja genau in diese Ecke, welche Frau hatte eigentlich je den Karrierewunsch im Fernsehen als „Zahnarzt-Frau“ betitelt zu werden ? Okay, mag es vielleicht auch geben, ziehe den Einwand zurück. Es mag unterstützen, einen Zahnarzt mit möglichst vielen Privat Patienten zu heiraten, um genügend Geld für ein Hausmädchen und damit genug eigene Freizeit trotz der Kinder zu haben ? Ziel: Mutter ohne Stress. Im Extremen kann das durchaus zu einer Prostitution der eigene Seele führen.

Materielles hilft Ideelles zu erreichen, muss aber nicht im Vordergrund stehen. „Nett, das ich jetzt soviel verdiene, aber der Spass an der Arbeit ist mir wichtiger.“

So mag manch einer seinen Jahresplan für die nächsten Jahre festlegen um in z.B. 10 Jahren das Haus abbezahlt zu haben und verliert dabei seine Ideale, nennt andere planlos. Der nächste sagt sich „Irgendwann möchte ich mal...“ und überdenkt grob, was vielleicht gemacht werden müsste, aber das war's auch schon.
Die Mischung aus beidem, die Visionen vor Augen (das persönliche Träumen halt), dass hier und jetzt in Aktionen auszuführen, frei reagieren zu können auf die Begebenheiten, die Morgen vielleicht kommen. Ein Geländewagen oder ein Schienenbus ?

„Freunde auf der Wanderschaft, so lange wir den gleichen Weg hatten.“ Schon mal was über die Wanderschaft gelesen ? Das ist planlos :-)
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Welten 
Kennt eigentlich der Leser den Begriff der „veränderbaren Welten“ ? Das hat nichts mit Science Fiction zu tun, sondern ist ein Bestandteil der Seminare zum Veränderungsmanagement. Danach kann man Situationen „relativ“ einfach in zwei Bereiche einteilen, die veränderbaren und nicht-veränderbaren Welten. Zwar kann man auf beide Einfluss nehmen, doch zu einem bestimmten Zeitpunkt muss man auch etwas nicht-veränderbares akzeptieren. Bundesgesetze zum Beispiel sind nicht-veränderbare Rahmenbedingungen, die Leistungsgesellschaft ist ebenso eine.
Wieso Leistungsgesellschaft ? In einer ideal sozialistischen/kommunistischen (und puren visionären) Gesellschaft bekommt jeder das gleiche Geld, das gleiche gute Leben und leistet, was er zu erbringen vermag für die Gemeinschaft. Nun hat dummerweise der Mensch die Tendenz, dass er nicht zufrieden zu stellen ist, er möchte mehr, es vielleicht hier etwas anders haben, doch etwas mehr Farbe. Menschen sind anders als Ameisen nun mal Individualisten. Leider ?
Doch zurück zum Anfang: Es ist schwer auf nicht-veränderbare Welten Einfluss zu nehmen, meist trägt man nur zu einem kleinen Teil dazu bei und kann nur hoffen, dass alle anderen ebenso denken (Wahlen zum Beispiel). Es hat aber jeder die Wahl, die Grenzen zu erforschen und genau auf diese Grenzen einzuwirken. So sehr, dass es einem der eigenen Individualität weitestgehend entgegen kommt. Der Rest ist Kompromissbereitschaft oder halt Ablehnung.
Als geschiedener Vater kommt man in Deutschland recht stark mit den Grenzen in Berührung. Es ist eine nicht-veränderliche Welt, dass in Deutschland meist die Frau das Aufenthaltsrecht der Kinder erhält. Damit hat Sie im schlechtesten Fall (der Vater hat nur alle 14 Tage das Wochenende) eine 6-fache höhere Einflussnahme auf die Kinder, wenn Sie diese nutzt. Und natürlich, wenn die Kinder das zulassen. Je nachdem, wie weit ein Rosenkrieg ausartet, führt das aber bei dem jeweils betroffenen Elternteil zu einer starken psychischem Belastung. Der Staat bzw. städtische Behörden haben das zum Teil erkannt, im Rahmen einer Beratung wurde mir damals von der Beraterin gesagt:
„Ich kann Ihnen dabei nicht helfen, dass ist gesetzlich so festgelegt. Wobei ich Ihnen aber helfen kann, ist im Rahmen eines Seminars Techniken zu vermitteln, die Ihnen helfen, dass zu ertragen.“

Natürlich betrifft dies auch alle Frauen und ist immer individuell in der Situation (hier haben wir es schon wieder). Es ist meiner Meinung nur deprimierend, dass der Staat an sich schon erkannt hat, dass durch den Rahmen der Gesetze Möglichkeiten geschaffen wurden, die Kinder zu benutzen und andererseits gleichzeitig für die getrennt lebenden Elternteile seelische Unterstützung anbieten muss.
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Nur noch 5 Minuten ! 
Meine Güte war das heute wieder schwer... Nurnoch 5 Minuten (sagte ich am Anfang), noch 2 Minuten eine halbe Stunde später. Müde öffnete ich dann schliesslich meine Augen, die Arbeit ruft... Naja, zumindest sinnbildlich gesprochen.
3 Extremkaffee halfen mir, mich zumindest auf den Arbeitsweg zu begeben und hier dann ein wenig mehr über meine Müdigkeit zu philosophieren. Bin ich wirklich so alt geworden ? Un das, wo mir doch gerade gestern gesagt wurde, ich würde glatt 5-10 Jahre jünger aussehen. Also können es die Tränensäcke nicht sein.

Wie immer ist das Internet ein unerschöpfliche Quelle der Information, mit der Stichwortsuche "Müdigkeit am Morgen" versuchte ich mal praktische Tipps zu finden, zu klären, ob ich krank sei oder was man in diesem Fall machen könnte.
Wikipedia gab mir unter dem Stichwort schon eine ganze Menge an Informationen Müdigkeit. Als ich mir allerdings die Anzahl der Massnahmen am frühen Morgen durchlass, beschloss ich, dass es keine Lösung sein konnte. Hallo ? Wenn ich das alles vor dem aufstehen durchführe, komme ich ja gar nicht mehr zur Arbeit. Ich kann mir richtig die Ausrede bei meinem Chef vorstellen:
"Was ? Wieso kommen sie nicht zur Arbeit ? "
"Ich musste doch alle meine Übungen gegen Müdigkeit durchführen !"

Nicht viel essen, aber nicht zu wenig (was ist eigentlich die Mitte davon ?), auf keinen Fall Temperaturen über 20-22° (schlafen die im Süden eigentlich nie ?), wandern am Morgen (Chef, ich bin mal eben noch schnell 2 Stunden unterwegs durch die Harburger Berge). Die medizinischen Erklärungen schaffen es an sich schon eher den Blutdruck zu heben: Wenn du jetzt nicht aufstehst, hast du eventuell Krebs ! Wenn das nicht zu einem Sprung aus dem Bett verhilft.

Auf einer anderen Seite traf ich auf einen Medi-Report. Ein wenig Statistik: 95% aller Schichtarbeiter leiden unter Schlafstörungen, 2 Millionen Deutsche leiden unter Atemstillständen, 40% aller Patienten von Hausärzten unter behandlungsbedürftigen Schlafstörungen. Und schliesslich nochmal 20-30% aller Bundesbürger. Ähm, was soll ich dazu sagen ? Sorge macht mir dabei die Geschichte mit den Hausärzten, wie bitte soll man das werten ? Sind die nicht vertrauenswürdig ? So sehr, dass ich nicht mehr schlafen kann, wenn ich mal einen Termin habe ?

Also auch keine richtige Hilfe, ich musste mir wirklich Sorgen machen. Ich brauchte praktische Ansätze und tauchte in Diskussionsforen ein:
-Elektrosmog (Elektroautos aus der Stadt raus)
-falsch gelebter Rhythmus (Chef, ich möchte meinen Rhythmus umstellen, kann ich jetzt bitte erst Nachmittags kommen ?)
-Eisenmangel (rostiger Nagel im Wasserglas trinken ? Die Hämorrhoiden und das Zahnfleischbluten lasse ich mal weg)
-zu gesundes Leben (gebt mir Fleisch, gebt mir Blut)

Keine Hilfe, nur wieder die Problemwälzung bekannter Sachen mit einigen neuen skurilen Ansätzen. Aber schliesslich erhielt ich meine Rettung, praktische Tips von betroffenen bei Yahoo answers:

-Mir hilft kaltes Wasser. Ins Gesicht und über die Arme. (Wer trocknet das Bett danach ?)
-abens früher schlafen gehen. sorry war vielleicht nedd die richtige antwort. lol (Über die Rechtschreibung lassen wir uns hier mal nicht aus)
-ein entspantes und mit allem abgeschlossenes einschlafen. Die sorgen die ich abends nicht verarbeitet habe werden mich morgens wecken und mein erster gedanke sein. Du mußt dich schon irgendwie auf den nächsten tag vorbereiten weil "wenn sie nicht gestorben sind" kommen sie auf jeden fall.(Wie geht das ?)
-Fenster auf und Gymnastik. Wenn du dazu zu träge bist geht auch mit den Beinen in der Luft Fahrrad fahren.
-YOGA ist die beste Lössung, für alles. Hat keine Nebenwirkung. Enspannunstheraphie wird auch helfen. zwichen durch ein kaffe vieleicht ? Es sind viele Ursachen. wenniger Fleich essen. (Ich dachte mehr bei Eisenmangel ?)
-schlafen... :) (Kluge Antwort)
-Gar nicht erst ins Bett zu gehn! (Die Steigerung obiger Empfehlung)


Spontan gefielen mir
-Sex
-evtl. Sex (..am Morgen - vertreibt Kummer und Sorgen)
-Kaffee,Sex,Duschen.

Und die auch vom Fragesteller am besten gewertete Antwort (hier gekürzt)
-Am besten ist es, noch im Bett ein Glas stilles Wasser zu trinken. Das zwingt einen nämlich unweigerlich dazu, spätestens 10 Min später zur Toilette zu gehen.

Mein Aktionsplan steht: Ich arbeite nicht mehr lang, lebe gesund mit Fleisch, versuche mit Morgens mit Sex zu bewegen, wandere im Wald, lebe auf Island (ist es ja bekanntlich nicht so heiss), trinke Kaffee, dusche mein Bett aber erst nachdem ich das Glas Wasser ausgetrunken habe.

Vielleicht sollte ich auch einfach mal ein wenig früher schlafen gehen ? Hmmm, möglicherweise.
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Was macht der Kaffee dort ? Wo ? Da !!! 
Müden Hauptes aber frohen Mutes erhob sich der Krieger von seiner Ruhestatt und einen weiteren Tag die Gerechtigkeit obsiegen zu lassen. Schütze und Behüter der Armen und Gebeutelten. Ohne sich seine Rüstung anzulegen, nutzte er Zunder und Brennholz um sich seinen morgendlichen Trunk zu erhitzen.
Der Duft trieb ihn zur Feuerstelle, die Erwartung auf den köstlichen Geschmack liess seine Geschmacksnerven erbeben. Einen irdenen Becher voll des köstlichen Trunkes schenkte er sich ein, ward zum trinken ansetzend, als.... ein unsichtbarer Troll ihm seinen Unterarm anstieß und den Becher mit der heissen Kanne kollidieren liess. Er zerschellte an einem der vielen Steine des Bodens, nicht aber ohne vorher den Inhalt brühendheiss über das rechte Beine unseres Kriegers zu verteilen. Mit einem Fluch sprang der Krieger zurück, besah sich die Sauerei , nicht ohne vorher den Troll zu verfluchen, der die Schrecksekunde nutzte um zu verschwinden.

......

Rückkehr in die Realität. Ich habe doch tatsächlich angenomen, ich hätte Schuld gehabt, einfach nicht aufgepasst. Aber nach einer intensiven Recherche mußte ich festellen, dem ist nicht so. Es sind die Knuffelhäschen (Man sehe sich den Kommentar von Wenkmann an).
Etwas fieseres betrifft die echte Statistik, ich habe mir mal angesehen, was in Österreich Kindern so alles in Unfällen passiert ist: 40% der Unfälle passierten zuhause. 13% im Kindergarten/Schule (zzgl. 7% auf einer Spielfläche), 15% beim Sport oder in der Freizeit. Nur !!! 8% im Verkehr.... Naja, mag auf der einen Seite an der Fahrweise der Österreicher liegen, aber auf jeden Fall zeigt es, dass 75% aller Kinderunfälle durch uns hätten verhindert werden können. Übrigens sind Jungs doppelt so häufig betroffen wie Mädchen. Auf Puppen fällt sich leichter ?
Ich sage bewusst: hätten...

Als mein Sohn knapp ein Jahr alt war, beschloss er einmal auf eine Glühbirne zu fassen, eine Glühbirne, die ziemlich heiss war. 10 Sekunden wegschauen genügte, dass ich nicht mehr eingreifen konnte. Verbrennungen an der Hand, ein Besuch im Krankenhaus, wo ihm ein Arzt die Brandblasenhaut abschälte, half mir dabei zukünftig viel, viel stärker auf solche Sachen zu achten. Er griff auch nie wieder zu einer Birne, Schmerz lehrt ? Mich schmerzt es noch heute.
Verbrennungen liegen zumindest relativ gering in der Statistik, nur 4% sind betroffen, 93% sind Stürze, Kollisionen oder Gegenstände.

Kann man Unfälle vermeiden ? Ich glaube nein. Weder bei Kindern, noch bei sich selber. Es gibt genau diese unsichtbaren Trolle, die Einfluss nehmen, die genau diese Verkettungen an Zufällen herbeiführen, so dass man keine Chance hat zu reagieren.

Meine Tapete hat jetzt Flecken, ein Becher ist zu Bruch gegangen, mein rechtes Knie verbrüht. Aber nach zwei Stunden hat die Bachblütensalbe etwas gewirkt und es fühlt sich nicht mehr wie nach einem Sonnenbrand an.

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Journalismus oder die Illusion der Wahrheit 
Hmm, ich habe wieder etwas gelernt. Gerade einen langen Text sollte ich nicht online schreiben, da mir dann die php Session ID verloren geht. So fange ich dann noch einmal von vorne an.

Wie kam ich auf das Thema ? Ach ja, am Wochenende hatte ich mit Belle eine Diskussion über Wertungen in Artikeln, darüber ob etwas überhaupt neutral geschrieben werden kann. Sie hatte einen alten Artikel von mir in der Hand und schmunzelte über die Einleitung...

Albert Einstein sagte einmal zu den Theorien der Quantenphysik "Gott würfelt nicht". Hintergrund war damals die Annahme der Theoretiker, dass bestimmte Zustände in der Physik nicht entweder so oder so sind, sondern dass es bestimmte Wahrscheinlichkeiten gibt, dass etwas in einem Zustand ist. Quantenphysiker wiederum sagten im Gegenzug, dass sie sich ja nur auf Fakten aus Experimenten beziehen würden. Wer hatte also Recht ? Jeder von seinem Standpunkt aus hat seine Überzeugung vertreten und sich auf Fakten berufen. Naja, Einstein vielleicht ein wenig "spiritueller". Aber selbst religiöse Ansichten können als Fakt angesehen werden, wenn Sie durch die Mehrheit bestätigt werden (hat ja nichts mit Wahrheit zu tun).

Vor einen Tagen ging sowohl bei Golem als auch bei Heise die Nachricht ein, dass der Chefredakteur einer bekannten amerikanischen Computerzeitung von seinem Chef "gefeuert" wurde, weil er einen kritischen Artikel über den Hersteller Apple veröffentlichen wollte. Nach den vorliegenden Informationen sah sein Chef dann Werbeeinnahmen gefährdet. Ein Aufschrei ging durch die Presse, grauenhaft, wie hier Informationen zugunsten der Einnahmen unterdrückt wurden ! In der Konsequenz ging der Chef, der Chefredakteur wurde zurückgeholt, eine Version des Artikels online gestellt und ein allgemeines Hurra auf den Sieg der Informationsfreiheit ausgerufen.
Ich habe den Artikel gelesen und keine wesentliche Kritik feststellen können. Ja natürlich waren Anmerkungen darin enthalten, was Apple besser machen könnte, aber der angekündigte Reisser mit dem Titel "10 Dinge die ich an Apple hasse" war es dann auch nicht.
Wer hat da eigentlich gewonnen ? Eigentlich nur der Verlag. Er hat sich mit der Aktion weltweite Aufmerksamkeit in bestimmten Medien geholt, einen Ruf auch kritische Artikel zu Werbekunden zu schreiben und fachliche Glaubwürdigkeit. Können wir als Leser uns aber dessen sicher sein ? Was war da die Wahrheit, was lief eigentlich im Hintergrund ab ?

Auf dem Weg zur Arbeit ging mir auch durch den Kopf, mit man mit möglichst wenigen Worten allein durch die Reihenfolge oder Füllwörter Überschriften so manipulieren kann, dass sie bestimmte Emotionen erzeugen. Nehmen wir mal folgendes Thema:

Schanzenviertel, Polizei, Durchsuchungen

Was wissen wir ? Die Polizei hat im Vorwege des G8 Gipfels Durchsuchungen durchgeführt. Je nachdem, welche Tageszeitung vorliegt, können die Überschriften aber anders lauten.

"Provokante Polizeiaktion und Durchsuchungen im Schanzenviertel"
"Polizei durchsucht Gebäude im linken Schanzenviertel"
"Schanzenviertel: Wieder Polizeidurchsuchungen !"
"Durchsuchungen der Polizei im Schanzenviertel"

Hmmm, es gibt also ganz viele Darstellungsmöglichkeiten, und je nach eingestreutem Zusatzwort werden Emotionen gefördert. "Wir aber nicht, wir sind ein politisch neutrales Blatt!". Blödsinn ! Kein Mensch ist objektiv, kein Journalist. Fakten werden so aufgeschrieben (soweit sie denn bekannt sind), wie sie empfunden werden. Keine Zeitung würde mehr bestimmte Leser ansprechen können, wenn nicht genau diese Wertung existiert... (abgesehen von Nacktbildern auf der ersten Seite). Es nützt auch nichts alle Zeitungen zu kaufen, alle Informationen übereinander zu legen.

Denn es liegt eigentlich nur beim Leser, welche Information er auch aufnehmen und glauben möchte. Da sind wir dann auch wieder bei Einstein.... Der Glaube bestimmt ? Und aus welchem Film stammte noch die Antwort "Weil ich Ihnen die Wahrheit berichten will ?" auf die Frage, warum jemand Journalist wurde ?
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