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Philosophien, Blödsinn und das normale Leben - Bahnstreik
Bahnstreik 
Eine Ergänzung zum Bahnstreik:

Nachdem ich gestern wieder das Vergnügen mit der Linie S3 hatte (fährt sie, fährt sie nicht, ist die gerade einfahrende S-Bahn auch das, was oben in der Anzeige drin steht ?) wurde mir klar bewusst, dass es egal ist, ob bundesweit ein Bahnstreik stattfindet. In Frankfurt wird scheinbar seit Monaten diese Linie bestreikt !!!
Entsprechend lustig ist es auch, den Kommentaren der anderen Wartenden auf dem Bahnsteig zu folgen:

Was ist es heute wieder, Oberleitung gerissen, Luftballon in der Oberleitung, Baustelle in Darmstadt, Nadelöhr im S-Bahnverkehr Frankfurt..... und und und

Aber es gibt auch noch hoffnungslos hoffende Mitwarter: Nun wollte ich endlich mal pünktlich kommen..... (danach folgt eine Serie von hessischen Schimpfwörtern, die eine Weisswurst zum Erröten gebracht hätte)

Am heutigen Morgen habe ich dann beschlossen gar nicht erst das Glücksspiel einzugehen und habe mich in den Bus gesetzt.... eine schöne Rundfahrt durch den Main Taunus Kreis gemacht.
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Andere Städte, andere.... 
In der letzten Zeit kam ich doch tatsächlich ein wenig in Deutschland herum und lernte neue Städte kennen. Woran liegt es, dass manche Städte auf Anhieb sympathisch sind, andere aber selbst beim zweiten Blick noch immer ganz schön zu kämpfen haben ? Vielleicht bin ich von Hamburg etwas zu verwöhnt. Ja, es ist die zweitgrößste Stadt in Deutschland (von der Einwohnerzahl), doch recht international aufgestellt (sind andere Städte aber auch), aber es hat einen Flair, eine in sich geschlossene Atmosphäre, die sich recht konsequent durch die Stadt zieht. Es gibt auch ziemlich unschöne Ecken, regelrechte Baughettos der 70er Jahre, die der Hamburger Senat zum Teil aufbrechen möchte. Ob er es schafft wird noch auf einem anderen Blatt stehen.

Im folgenden einmal die Städte, die ich kennenlernte, allerdings enthalte ich mich jeglicher Bewertung der (Ur)Einwohnerkultur dort, das wäre dann doch deutlich zu gefährlich.

Bonn: Ist mir immer gut in Erinnerung geblieben. Ich war leider nur für ein paar Tage zu einem Kongress dort, aber ich fand die Stadt auf Anhieb sympathisch.

Stuttgart: Packen wir in einen Talkessel eine Stadt, rücken alles zusammen und durchsetzen es mit Baustellen :-) Trotzdem ein guter Eindruck.

Düsseldorf: Neeee, sage ich lieber nichts dazu, bin ja nur vom Flughafen zum Bahnhof und zum Ufer gefahren und wieder zurück. :-)

Köln: Fand ich auf Anhieb recht nett, hat was, wenn ich doch nur mehr Zeit gehabt hätte um auch Abends etwas zu machen.

Berlin: Da bin ich mir nicht ganz einig (rechte Gehirnhälfte zu linker). Es gibt bestimmte Bereiche (Prenzlauer Berg), da fühlte ich mich auf Anhieb wohl. Andere sind aus der Historie doch zu eigensinnig verbaut.

München: Buääähhhh, es mögen mir die Münchener verzeihen (wobei es doch eigentlich kaum Ureinwohner dort geben soll), aber ich habe noch keine andere Stadt gesehen, die Ihr Stadtbild so fürchterlich im Mix durch Modernes und Altes zerrissen hat.

Hannoversch-Münden: Stadt ? lach... Trotzdem sehr schöne Altstadt

Dresden: Der Kern ist klasse.... Ich war zu einem Zeitpunkt dort, als noch immer die Wasserstandsmarken von der Elbüberflutung an den Gebäuden sichtbar waren, obwohl die meisten Gebäude von innen schon renoviert waren.

Lüneburg: Einfach nur eine tolle Innenstadt, immer einen Besuch wert...

Neumünster: pffffffttttt, die Autobahn führt berechtigterweise daran vorbei (immerhin habe ich ein paar Jahre da gearbeitet)

Flensburg: okay, aber nicht aufregend

Im internationalen:

Paris: Gute Schuhe einpacken und einfach nur geniessen
London: Gute Schuhe einpacken..... siehe oben. Das Problem ist aber: Hier braucht man wirklich gute Schuhe ?
Barcelona: Für einen Tagesausflug gut, am besten bei viel Sonnenschein
Prag: Hin, zwei Tage, ein paar Schuhe und geniessen.

Mein Top-Favorit: Florenz
Ich habe mich selten in einer Stadt richtig wohlgefühlt und so vieles auf natürliche Art und Weise bestaunt... Bitte mehr als 5 Tage einplanen und am besten einen Mietwagen zur Hand.

Ich lasse mal ein paar andere Städte oder Fast-Städte aus.... Kann ja später noch als Ergänzung einfliessen bzw. würde mich freuen, wenn Ihr auch noch welche vorschlagt.
Derzeit aber befinde ich mich in der mir bisher "grausigsten" Stadt Deutschlands (es mag ganz viele andere geben, vielleicht folgt ja irgendwann auch die Topliste) und das ist (in Vorbereitung auf die Angriffe, die vielleicht erfolgen mögen) FRANKFURT.
Ich war durchaus vorher schon in Frankfurt, kurze Aufenthalte, mal auf eine Messe, mal rechts und links hindurchgefahren. Nun ist es zum erstenmal so, dass ich etwas längere Zeit hier bin und faszinierende Erlebnisse habe, die mich in meiner vorherigen Meinung nur bestärken.

Ist es eigentlich eine Stadt oder ist es nur die Skyline der Bankenhochhäuser ? 6-8 spurige Autobahnen, die hinein- und herausführen, Menschenmassen, die morgens sich einwärts bewegen um nach Stunden der Arbeit schnell wieder zu flüchten ?
Ich muss zugeben, dass es vielleicht nur die Verkettung von bestimmten Ereignissen war, die mich so negativ einstellen. Aber: Schön ist die Stadt nicht, zumindest dort, wo ich langfuhr.... zu sehr ausgelegt auf das Finanz-/Bahnhofsviertel (wer nennt schon einen Stadtteil nach einem vergrößerten Streikposten ?)
Ein Hotel (schnell notdürftig gesucht), wo die Fliesen der Dusche verspakt sind, das Fenster ein Loch war und der Frühstücksraum eher an die Kantine der Universität erinnerte... aber zu einem Preis, der nicht ohne ist.
Eine S-Bahn, bei der es fast egal ist, ob nun gerade ein Streik stattfindet oder nicht, egal, man kann sie doch auch so mal ausfallen lassen (die Linie S3). Randstädte (z.B. Eschborn etc.) die Hochhäuser ohne Ende haben, Firmensitze nationaler und multinationaler Konzerne, die aber keinen Kern mehr haben (ich werde hier beim nächsten mal weitersuchen)... Neeeee... pfffttt
Aber zur Ehrenrettung: Gestern war ich in einem Stadtteil nördlich des Südbahnhofs, der sah fast nett aus...

Ich gebe der Stadt noch eine Chance, immerhin werde ich noch eine Zeit hier bleiben müssen.... Und nun bewerft mich, sollte ich Eure erwischt haben :-)
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Abschied 





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Schlangentheorie 
Samstag, ich bin in Eile. Schnell noch etwas einkaufen, ein Blick auf die Uhr.... Uhhhh, es wird spät, hoffentlich dauert es nicht lange. Die wenigen Teile unter den Arm geklemmt, stelle ich mich schnell an die Kasse, wo die Schlange am kürzesten ist. Müßte ja schnell gehen, theoretisch...

Tatsächlich stellt sich meine Kasse als eine der problematischten der letzten 20 Jahre heraus....
Cent Stücke wollen einzeln herausgesucht werden, Stückchen für Stückchen guuuudddddeeee Qualität. Preise auf Waren nicht ausgezeichnet, per Durchsage wird gefragt " Sach mol Erwin, wat kosten noch die Kondome mit Bananengeschmack ?" und aus einem Korb werden 40 kleine Einzelstücke herausgesucht, die vorher unsichtbar versteckt waren.
Meine Güte, warum passiert das immer mir ? Und noch mehr: Wenn ich jemand anderen dabei habe und dann diejenige entscheiden lassen will, sagt sie mir doch glatt: 'Neeeneeee, ich habe mit den Schlangen immer Pech.' Da kann ich doch dann nicht zugeben, dass es mir genauso geht ? Geht es allen so ?

Auf der anderen Seite muss es doch Schlangen geben, wo die Kunden immer schnell abgefertigt werden, ich sehe es doch an den Kassen neben mir. Selbst das seltene Wunder eine neu aufmachenden Kasse (wenn ich nicht gerade der Erste bin, der es schafft dorthin zu stürzen), führt dazu, das ich noch länger anstehe als an der Alten. Vielleicht machen sich ja einige Menschen einen Spass daraus, ärgern diejenigen hinter sich, in dem sie passend auf den Cent bezahlen, dazu aber einen Plastikbeutel mit 1000 1 Cent Münzen in der Tasche haben ?

Insofern habe ich fast aufgegeben, ergebe mich in mein Schicksal.... ich gehe willkürlich auf die erste, kürzeste Schlange zu (oder lasse meine Kinder entscheiden).

Wer keine Lust hat sich zu ergeben, dem kann ich nur eines empfehlen. Lest die Tipps der Zeit und haltet als zweites immer eine Ausdruck der Tipps für den Kassenschlangen-Trottel bereit.

P.S.: Das ist ja total doof, dass in Ämtern immer nur noch Zahlen vergeben werden nd man vorher nicht weiss, wo man sich anstellen soll. So verpasse ich doch tatsächlich die langsamste Schlange.
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Ohrwurm 
Eine blöde Fernsehwerbung, echt. Autofahrt, ein Vater in Nöten, wer hat ihn noch nicht gesehen ? Und die Kinder "gewinnen" kurz danach ein Tabaluga Menü bei einer heruntergekommenen Autobahnraststätte. Aber die Geister scheiden sich am Fernsehspot, die einen finden ihn echt lustig, in einem anderen Forum landet er unter den blödsten: Kukuluru .

Warum ? Ich habe auf der Fahrt zum Legoland mich selber ertappt, wie ich plötzlich bei meinen Kinder das gute alte Manamana summte. Und die Kinder setzten ein. Kein Wunder das ich obigen Werbespot blöd finde, ich falle ja in die gleiche Rolle. Wenn die Kinder nach ungefähr 10min und einer bevorstehenden 10 Stunden Fahrt in den Skiurlaub bereits lauthals Hunger und Durst schreien, die Nerven bereits auf die noch kommenden zähen Kilometer vorbereitend, kann ich den armen Kerl nachvollziehen und mich in seine Rolle versetzen. Hah, nur wer nicht in der Rolle war, kann das lustig finden.

Aber was mir vielmehr im Gedächtnis blieb, warum eigentlich immer wieder Manamana ? Das ist nicht der Ausruf eines Magiers im Spiel World of Warcraft nach einem Kampf (obwohl ich gestern abend feststellte, dass es durchaus passt). Die einfache Melodie ist mir seit Jahren im Kopf, genauso wie ich noch immer aus der Zeit der deutschen Welle ein fröhlich geschmettertes "DA da da, ich hab Dich lieb, Du hast mich lieb" herausbringen kann.
Ein Ohrwurm, definitiv....

Ich machte mich also auf die Suche, was ein Ohrwurm ist und Wunder ! So ein Ohrwurm kann richtig groß werden, bis zu 80 mm ! Das sprengt dann jedes Trommelfell. Ich habe gelernt, dass sie sechs Beine haben und sogar fliegen können... Nur kannte ich sie unter dem Begriff Ohrenkneifer . Sie kneifen nicht einmal. Das wird wahrscheinlich nur der hier aufgeführte "gemeine Ohrwurm" machen. Er ist halt gemein.

Ebenfalls wußte ich nicht, daß ein Ohrwurm auch eine online Stellenanzeige sein kann. Selbst anhand der Erklärung brauchte ich 5 minuten um das Wortspiel zu erkennen Open HR Wurm.... Pfffffttt.

Und letztendlich, daß was ich suchte, die Ursache für Manamana liegt in meinen Neuronen. Ich kann gar nichts dagegen machen, ich unterliege dem Zipfschen Gesetz .... Meine Neuronen haben sich so wunderbar auf diese Melodie eingeschwungen, dass nur jemand Mana rufen braucht, schon schaltet sich mein Sprachzentrum ein und schallt dem entgegen "Dibdi dididum". Bei meinen Kinder klappt das auch.

Die einen sagen, ein Ohrwurm macht krank (naja, bei der Größe im Ohr kein Wunder), ist eine nervöse Störung, insgesamt ist auch viel unter dem Stichwort krank zu finden. Dann wieder wird gerade der Ohrwurm zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt und früher sogar gemahlen als Heilmittel für den Menschen... Erinnert mich ein wenig an die spanische Fliege... hmmm, ach nee, die wurde ja für etwas anderes eingesetzt.

Mir ist es egal, ich werde weiterhin plötzlich im Auto ein Manamana loslassen und mich auf die spontane Antwort freuen... Nur das Kukuluru werde ich NIE nach dieser Werbung sagen...
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