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Philosophien, Blödsinn und das normale Leben
Deutsche Bahn - Wer glaubt nur Berlin sei betroffen ? 

Seit nun zwei Jahren pendel ich wöchentlich zwischen einer Norddeutschen Großstadt und einer Hessischen Stadt (die von sich meint die größte zu sein). Man möchte doch meinen, dass eine Verbindung zwischen diesen beiden Städten gut sein sollte, aber die Erlebnisse zeigen mir anderes.

In Berlin herrscht das Chaos, S-Bahnen wurden wohl gewartet, doch scheinbar nahm man es bei der Wartung nicht ganz so genau... Kurz schauen, jo, scheint in Ordnung und weg damit, damit diese rollenden Kästen bloß nicht zu lange in der Garage stehen. Hätte nicht das Eisenbahn-Bundesamt die Züge aus Sicherheitsmängeln still gelegt, wäre wohl vielen die Störung nicht mal aufgefallen. Bei den Fernzügen hingegen fällt es deutlicher auf.... Nicht denjenigen, die mal nur in Urlaub fahren oder einmal im Monat unterwegs sind, sondern solchen seltsamen Wesen wie mir, die auf die Werbesprüche des Staatsunternehmens angewiesen sind.

Komfort, Pünktlichkeit, Stauvermeidung, Entspannung... Unternehmen Zukunft

Ich muss im Rückblick sagen (wer weiss, was da noch auf mich zu kommt), zumindest die Entspannung wird im wesentlichen eingehalten. Da ich ja viele, viele Zahlen liebe, hier einmal meine persönliche Statistik aus zwei Jahren:

50% der Züge waren im erträglichen Rahmen pünktlich (5min-45min), ca. jeder zehnte auch ziemlich gut in der Zeit. Ca. 40% der Züge hatten aber (mit Umsteigen) eine Start-Ende Verzögerung von 45min bis unendlich... mein persönlicher Rekord liegt bei 4,5 Stunden Verspätung auf der Strecke Hamburg-Frankfurt. Praktisch jedes 3te Umsteigen hat nicht funktioniert, weil der Zug etwas Verspätung hatte, manchmal hat das Glück mitgespielt und der Nachfolgezug hatte auch Verspätung.

1. Regel des Bahnfahrens: Praktisch nie ist die Bahn pünktlich, insbesondere beim Umsteigen sollte viel Luft eingeplant werden.

Ein Grund der viel Verspätungen war der Defekt des Triebfahrzeuges, einzelner Wagen, vorherfahrender Züge..... und und und. Gerade bei den von mir gebuchten Zügen scheint die Bahn immer nachzuschauen, ob ich auf der Fahrgastliste bin und tauscht dann kurzfristig den ICE gegen einen schüttel- und rüttel-Zug aus. Wenn man auf 70er-80er Jahre Stil steht, wird man bei diesen Wagen durchaus glücklich. Vom Komfort waren die alten 1ter Klasse Wagen sogar besser, der Kopf hatte seitlich eine Stütze, die Nackenschmerzen aufgrund vom einschlafen verhindern. Den besten Komfort hatte ein Wagen der schweizerischen Bundesbahn, der kurzfristig ausgeliehen werden musste (es waren wohl alle anderen Zügen in Deutschland unterwegs ?).

2. Regel des Bahnfahrens: Komfort ist in den alten 1ter Klasse Wagen vorhanden, bei neueren ICE sollte man lieber eine Nackenstütze mitbringen.

Achten sie bei der Fahrt bloß nicht auf die seltsamen Geräusche der Wagen, die während der Fahrt auftreten.... achten Sie bloß auch nicht auf die roten Lampen (so auch heute Morgen), die hektisch unter der Bremsanzeige in den einzelnen Waggons leuchten. Sollte der Zug abbremsen, so kann es auch ab und zu heftigen Gerüchen von den Bremsen kommen, kurz in den Pullover atmen hilft da schon weiter.

3. Regel des Bahnfahrens: Nicht mit Fahrgästen unterhalten, die schon so einiges erlebt haben bei der Bahn. Am besten immer den Durchsagen glauben, das hilft bei der Entspannung.

Ich hatte einmal ein schönes Erlebnis am Bahnsteig Fulda, ich wartete wiedermal auf den Anschluss ICE und dieser hatte einige Minuten (es wurde inzwischen 55min durchgesagt) Verspätung. In dieser Zeit konnte ich der Unterhaltung vom Bahnpersonal lauschen, die nacheinander die aufgetretenen Katastrophen am Zug aufzählten: Der hintere Triebkopf war ausgefallen, konnte nur noch in eine Richtung fahren, daher war eine Zugtrennung in Hannover nicht mehr möglich. Der vordere funktionierte zwar noch, allerdings war das Bremssytem defekt, deswegen durfte der Zug nicht mehr so schnell fahren. Bei Würzburg war dann zusätzlich noch in einem Wagen die Technik gestört (es gingen keine Türen mehr auf), so daß dieser für Passagiere geräumt werden musste. Alles in allem waren es am Ende doch nur 80min Verspätung... ging doch.

Mein Rekord in den Verspätungen war sogar in der Zeitung, der vorausfahrende ICE hatte die Oberleitung beschädigt, wir durften einer aufregenden Evakuierung des anderen Zuges im Tunnel beiwohnen. Passagiere konnten problemlos auch in den Gängen übereinander gestapelt werden (passiert auch in normalen Pendelzügen) und aufgrund der Strecke.... hatten wir erstmal Stau... Den haben wir durchaus häufiger, nur heisst es bei der Bahn: stark belastete Streckenführung....

4. Regel des Bahnfahrens: Lernen Sie autogenes Training oder eine asiatische Entspannungsmethode... das hilft bei vollen Zügen nicht tief atmen zu müssen.

Taxi fahren ist immer ein Quell des Wissens. Probieren Sie es mal aus... irgendwie gibt es immer etwas neues zu erfahren, vielleicht ist es nicht immer richtig (Nein, Berlin hat nicht mehr Brücken als Hamburg und ist auch von der Grundfläche größer), aber kleine Schmuckstücke sind immer dabei. So fuhr mich neulich einer, der in der Vergangenheit immer Zugführer zum Rangierbahnhof Maschen bringen musste. Dieser erzählte ihm von seiner Arbeit und bestätigt insgeheim meine eigene Statistik: 50% der Züge werden auch defekt und die Schiene geschickt (sind mal halt nur Bremsanlagen und so) und viele fahren im Tempo über den für die Strecken zugelassenen Tempo (150 statt 120) um verlorene Zeit wieder gut zu machen (die sie danach doch wieder verlieren).

5. Regel des Bahnfahrens: Nutzen Sie es als Überraschungs- und Erlebnisurlaub.

Man bekommt bei der Bahn nie mehr Leistung als für die man bezahlt hat. Aber sehr, sehr häufig weniger. Wussten Sie, dass aufgrund vom Buchungssystem der Bahn Fahrplatzreservierung auch doppelt vergeben werden ? Wird anstelle eines ICE ein IC eingesetzt (auch eine Woche vorher bekannt, da ich für den IC die Reservierung bekommen habe), so haben für den gleichen Platz vorher schon andere eine Reservierung für den ICE bezahlt. Ebenso den ICE Aufschlag... Da viele nicht die Nerven haben, sich das Geld mühsam im nachhinein wieder zu holen, verdient die Bahn doppelt an diesen Plätzen.

Sehr gut ist auch die durchdachte Desinformation an den Bahnsteigen. Sonntag abends bekam ich schon nur noch eine Reservierung für einen IC Ersatzzug, Montag Morgen hieß es am Bahnsteig: Der ICE sei gerade eben noch durch den IC Ersatzzug ersetzt worden. Zeitdiletation ?

Fliegen ist derzeit noch kein Ersatz, zu teuer der Anflug in Frankfurt, aber ich hoffe....
Die Bahn ist in der derzeitigen Version eine Notlösung, gerade noch besser als ein Auto. Das, womit sie sich selber anpreist, hält sie aber in keinster Weise ein. Dafür gibt es für BahnCard Kunden ganz tolle Geschenke, die eine gewisse Ironie aufweisen (für noch mehr Comfort !)....

Würden Sie in der freien Wirtschaft einen Partner/Lieferanten wählen, von dem Sie wissen, das er zu 80% nicht einhält, wofür er Ihr Geld bekommt ? Pech für die Bahn, dass sie sich in Berlin hat erwischen lassen... Bundesweit scheint sie noch damit durchzukommen.

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Urheberrecht, der NDR und .... 
Eine etwas seltsame Geschichte, aber... allen hier lesenden sei gesagt: Sie ist wahr...

Warum kommt dieses Thema hier ? Beim NDR kocht derzeit ja ein wenig ein Skandal hoch... Drehbücher werden unter falschem Namen verkauft um Vetternwirtschaft zu vertuschen, ja sogar eigen geschriebene Skripte der Fernsehchefin kauft sie sich im Namen des NDR praktisch selber ab... Da ich selber einmal über 4 Jahre bei der ARD gearbeitet habe... hmmm es wundert mich nicht.

Nun aber zu der Geschichte:

Als ich noch in der Grundschule war, fing ich an damit Kindergeschichten zu schreiben. Eine dieser Geschichten war eine dem Gespenst Huibuh angelehnte Geschichte, eine Familie hatte in einem Preissausschreiben ein Schloss gewonnen (das natürlich ein Gespenst beinhaltete), zogen dorthin und der Junge der Familie (naja, in dem Alter sucht man sich natürlich immer Helden im eigenen Alter) freundete sich mit dem Geist an. Quasselbuh oder so ähnlich nannte ich ihn damals. Ich schrieb aber auch noch eine andere Geschichte, die handelte von einem jungen, der sich mit einem Vampirjungen anfreundete... Beides waren (für meine damaligen Verhältnisse fast schon Bücher) Geschichten um die 30 Seiten, meine Mutter hielt die Manusskripte lange in Ehren, bevor diese dann in einem Scheidungskrieg verschwanden.
Es gehörte zu meiner Ehre, diese Geschichten auch im Schulunterricht vorlesen zu dürfen und auf anregen meiner Lehrerin und meiner Mutter, sandte ich die Texte damals an den NDR in Hamburg, mit der Frage, ob diese nicht für ein Hörspiel interessant waren. Nach einigen Wochen kam eine Rückantwort, das es ganz tolle Geschichten wären, ich nicht aufhören sollte zu schreiben, aber leider diese so nicht für den NDR nutzbar wären. Das war ungefähr 1976-77....

Lange Zeit (waren nicht nette Jahre damals) blieb das Thema vergessen... ich schrieb einige Zeit nicht, fing wieder an (auch hier gingen 2-3 Geschichten verloren, einige konnte ich retten), schrieb Lyrik, Fachartikel für Computerzeitschriften...
Und während dieser Jahre begegnete mir eine Geschichte im Fernsehen, die ich zu ihrer ersten Verfilmung gar nicht wahrgenommen hatte: Der kleine Vampir. Das ähnelte damals meiner Geschichte, wurde aber viel größer aufgebaut und auch als Geschichte erweitert.

Autorin des inzwischen weltbekannten Buches ist Angela Sommer-Bodenburg. Irgendwann habe ich mich dann aber mal mit Ihrer Biographie beschäftigt und fing an zu stutzen:
Sie arbeitete in Hamburg/nördlich von Hamburg zu der Zeit als Grundschullehrerin.... das erste Jahr, in dem sie ihren Schülern ein einziges Kapitel des kleinen Vampir vorlas, war offiziell 1976, das Buch erschien 1979... Ein Hinweis den ich im Netz fand, aber leider nicht mehr als Link finden kann: Ein Bekannter oder ihr erster Ehemann arbeiten beim NDR... Die Idee einen Vampir als Freund in einer Geschichte zu setzen war so neu, dass sich ihrer Aussage nach auch keiner an den Druck wagte. Der kleine Vampir war das allererste Buch, das Frau Angela Sommer-Bodenburg veröffentlichte, scheinbar gibt es keinen Text davor.

Es kann der pure Zufall sein, Zeiten Zahlen usw. Vielleicht war es auch eine telepathische Schlafübertragung, zumindest aber sage ich mit dem, was ich von mir und meiner Geschichte sagen konnte, die Wahrheit... und hätte ich bloß damals selber das Buch gemacht :-)
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These: Politiker sind populistisch 

Ohjeee, was habe ich mir nur bei dieser Überschrift gedacht.... leitet sie sich doch nur aus wenigen Äußerungen, der leider aber sehr gerne von "gewollt" dummen Aussprüchen intelligenter Leute ab.
Worum geht's eigentlich ?

Anfang Juli wurde eine Online Petition direkt beim Bundestag gestartet, die sich gegen den Verbot von "Killerspielen" richtet. Liest man sich den Text der Petition genauer durch, ist es klar sichtbar, dass hier eine Abgrenzung gemacht wird, die durchaus sinnvoll ist. Auslöser der ganzen Diskussionen sind ja die verschiedenen Amokläufe von Jugendlichen an Schulen, wo bei jeder Untersuchung im nachhinein festgestellt wird, dass der Täter irgendwann und irgendwo mal in Besitz eines "Killerspiels" gewesen sei.
Das ist auch durchaus verständlich, denn 90% der Computerspiele haben den "Kampf" als Inhalt, egal ob es nun ein verantwortungsloses Hinschlachten von Geistern ist (PAC-Man), Massensterben von Tieren (Sammelquests in Online Rollenspielen) oder halt das Töten einer gegnerischen Mannschaft in einem Spielfeld (CounterStrike). Und... kaum ein Jugendlicher/Kind ab 12 Jahre kennt diese Spiele nicht, entweder von älteren Geschwistern oder durch Freunde in der Schule.

Nun wird aber durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen eine Studie präsentiert, die scheinbar weltweit allein mit ihrer Meinung da steht: diese Spiele führen zu Amokläufen (übertrieben ausgedrückt). Es stürzen sich Politiker auf dieses Thema, die leider entweder durch die Medien gezwungen werden (sozialer Zwang ?), 99% der anderen Studien aus dem Gehirn auszublenden, die eine weitaus differenziertere Aussage treffen:

Spiele können wie Bücher, Musik, Filme, Video und Kino einen Beitrag zu einem bestimmten Verhalten haben, können durchaus verstärkend wirken, wenn... (und da kommt das entscheidende wenn) dieses Verhalten durch das soziale Umfeld bereits ausgeprägt ist.

Will heissen: Der Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt, sind die Spiele nicht (das sind äusserliche Einflüsse wie Mobbing in der Schule, Prügeleien, Demütigungen auch in der Familie), aber sie können zur Menge im Fass beitragen.

So freuen sich die Politiker, dass sie mit Schlagwörtern die eigentlichen Ursachen vertuschen und niederschreien können.

Das wäre so, als wenn man im Beispiel des AKW Krümmel den Transformator Hersteller für die Störungen verantwortlich machen würde für die ganzen Probleme des AKW. "Killertransformatoren !" anstatt klar die Probleme der gesamten Technik (immerhin basierend auf Standards von vor 30 Jahren) aufzurollen und Lösungen zu schaffen.

Ursachenforschung statt Symptombehandlung....

Ich habe persönlich die Petition ebenfalls unterstützt.... es ging mir gegen den Strich, das populistische und ignorante Politiker über ein Thema bestimmen wollen.
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Vergeben und Vergessen..... 

Habt ihr mal diesen Spruch selber benutzt ? Leicht daher gesagt, unwichtig in Bezug auf eine Nichtigkeit... doch mal ganz im Ernst: Wer kann diesen Spruch eigentlich ernst meinen ?

Ich habe keine Ahnung, ob dieser Spruch tatsächlich aus dem Mittelalter, der Zeit des Ablasshandels, also dem Umkreis der christlichen Religion stammt. Er deutet schon ein wenig in die Richtung, geht noch weiter: Bereue Deine Sünden etc.... und dir sei vergeben (und vergessen ?)...

Nur, wer schon einmal in der Situation war, kann wirklich von sich sagen, dass wenn er selber betroffen war, genau dieses getan hat ? Ist es in den meisten Situation dann nicht eher ein verdrängen ? Ein Unterdrücken der vorhandenen Gefühle ? Oder, wie meist dann im Falle der Kirche, hat irgendjemand anderes die Absolution erteilt, aber diejenigen, die die Betroffenen waren, können eben nicht vergeben und vergessen ? Weil es nicht Recht wäre ?

Jeder Mensch führt wahrscheinlich so sein eigenes Strafregister mit Erlebnissen, gefüllt mit anderen Menschen oder Umständen, priorisiert durch persönliche Betroffenheit, Auswirkungen auf einen selber oder auf einen geliebten/mehrere Menschen. Vergeben dabei könnte ja nur bedeuten, wenn die eigene Priorisierung nach unten rutscht, so dass dieser Punkt aus dem Blickfeld verschwindet...... noch vorhanden, aber ohne Auswirkungen. Vergessen wäre ihn aus der Liste zu entfernen...

Vergeben stellt also ein bewusstes unterdrücken von "Betroffenheit" dar, Gefühle zur Seite schieben, Vergessen das unterdrücken der Erinnerung an ein solches Erlebnis. Beides wird ja im allgemeinen nicht unbedingt als positiv in der Psychologie angesehen, Auseinandersetzen und verarbeiten.... Lernen und danach handeln wären eigentlich die richtigen Handlungen. Und doch wird es immer wieder ausser Kraft gesetzt. Da kehren erwachsene Töchter zu ihrem Vater zurück (von dem sie vielleicht in ihrer Kindheit misshandelt wurden), weil Hoffnung keimt. Kinder eines Nazi-Zeit Verbrechers verdrängen vielleicht für sich selber und versuchen die Welt aufzurufen zu vergeben, weil Ihr Vater doch schon so alt sei. Und wahrscheinlich mischen da auch wieder die alten berühmten Zweifel mit. War es wirklich so oder habe ich es nur falsch in Erinnerung, lag ich doch falsch und alles war anders ?

Vielleicht kann ich auch für mich selber denjenigen nicht vergeben und vergessen, ich halte es für grundsätzlich falsch, aber ebenso falsch daraus nicht zu lernen..... wie so viele, die Rache nehmen wollen, es auf eine verzweifelte Art und Weise machen. Handlungen, die aus Rache entstehen, erfordern wieder von irgendjemanden "Vergeben und Vergessen", auch wenn vielleicht Konsequenzen viel später eintreten.

Es ist der schwerere Weg, keine Frage, nicht vergeben, vergessen oder Rache zu nehmen, aber es ist der bessere Weg.

Ich habe nun seit einigen Monaten hier nicht mehr geschrieben, hatte nicht die Muße, obwohl viele Themen im Kopf waren, geschrieben werden wollten. Und selbst wenn ich sie jetzt hier nach und nach einpflege, werden sie doch stark verschlüsselt sein (wie so vieles bei meinen Texten). Habt also keine Angst mal einzelnes nachzufragen :-)
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Psychologisch geführter (EX) Ehekrieg mit kindlichen Opfern 
Seit einigen Jahren nun scheint die Quote der Scheidungen in Deutschland zu sinken… prinzipiell ein gutes Anzeichen, würde es doch bedeuten, dass entweder sich mehr Paare richtig zusammengefunden haben, oder, sich zumindest Arrangements gefunden haben.
Bis zum Jahr 2003 war die Anzahl der Scheidungen stetig gestiegen… und gleichzeitig auch die Anzahl der betroffenen Minderjährigen Kinder bis zum Höhepunkt von knapp über 170.000 in 2003.

Auf der einen Seite ist es vielleicht eine gute Entscheidung, wenn zwei Menschen feststellen, dass sie halt nicht für die Ewigkeit füreinander (oder miteinander) bestimmt sind und ihrem jeweiligen Partner die Möglichkeit geben ein neues Leben anzufangen. Oder sich selber etwas erfüllen möchten…. Hängt nichts verantwortungsvolles an der Scheidung (wie immer natürlich Geld oder wichtiger die Kinder), mag es jeder Betroffene als Chance oder Hoffnung sehen… Voraussetzung dafür ist natürlich, dass im Vorfeld der Scheidung keine „Schweinereien“ passiert sind…. Betrug, Schlammschlacht, Gewalt…

Geht es nur um Geld, ist es auch noch erträglich (außer man ist extrem auf finanziellen Hintergrund fixiert), denn schließlich muss man sich den Rest des Lebens nur noch mit der einen (geschiedenen) Person auseinander setzen. Aber gerade die 170.000 Kinder sind diejenigen, die ähnlich Kriegen in der dritten Welt, als Opfer in Scheidungskriegen auf den Schlachtfeldern zurückbleiben.

In diversen Managementseminaren lernt man einiges über Techniken, wie Menschen beeinflusst und manipuliert werden können. Gedacht für den Büroalltag, als Projektleiter und Berater dienen sie einem, zu identifizieren, welche Techniken benutzt werden und gegebenenfalls selber im Rahmen von Projekten einzusetzen. Wie ich nun feststellte, sind die gleichen Techniken ein wesentlicher Bestandteil auch in „schiefgehenden“ Scheidungen. Die folgenden aufgezählten Techniken könnt Ihr zur Bewertung heranziehen, sollte in Eurem Bekanntenkreis eine solche Technik zum Einsatz gekommen sein. Ein pauschales Hilfsmittel zur Unterbrechung des resultierenden Teufelskreises kann ich leider nicht liefern… da hängt sehr vieles von den handelnden Personen ab. Grundsätzlich ähnelt diese sehr der Technik, wie sie von Sekten angewandt wird, ein sehr hilfreichen und guten Artikel dazu findet Ihr unter Brutale Verführer.

Das erschreckende für mich dabei ist allerdings, dass dieses von den eigenen Eltern mit vollem Wissen an den eigenen Kindern verübt wird, ein vorhandenes Vertrauensverhältnis wird dabei „missbraucht“, die Grenze zum wirklichen „Missbrauch“ wird erschreckend dünn.

Würde ich von den obigen Zahlen ausgehen und von meinem „gefühlten“ Wert, dass 50% aller Scheidungen mit Kinder in einer Art von Krieg ausarten, dann wären das immerhin erschreckende 85.000 Kinder pro Jahr, die einem Druck ausgesetzt werden, der nicht notwendig, nein, nachhaltig negativ sich auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. Nicht sofort, sondern weit in das Erwachsenenalter hineinreichend…. denn die natürliche Bindung an die Eltern endet nie… und damit der Konflikt von Kindern entscheiden zu müssen, was richtig oder falsch war.

Um einmal konkreter auf die beiden mir bekannten Fälle einzugehen (ich gebe dabei nur meine eigenen Eindrücke und Analysen der Situationen wieder) und halte mich einmal in der Nomenklatur an die drei Phasen nach Lewin: „Unfreezing“, „Moving“ und „Refreezing“

Vorbereitung

Kinder haben Vertrauen zu Ihren Eltern. In einer Scheidung haben sie das Problem zwischen beiden entscheiden zu müssen, was richtig und falsch ist. Insbesondere wenn widersprüchliche Aussagen erfolgen. Und doch wird es immer bei einem der beiden Partner einen Auslöser geben, der zu Zweifeln oder einer Krise führen kann. Sei es ein Streit mit der Mutter, wo diese Kinder ungerechtfertigt bestraft (nach Ansicht der Kinder) oder eine Nicht-Erfüllung eines dringlichen Wunsches seitens des Vater. Kommen nach weitere äußere Einflüsse hinzu (Schulstress, Pubertät, Streit mit Freunden, Liebeskummer) hat der Partner, der es ausnutzen möchte, den idealen Ansatzpunkt gefunden, um das Spiel zu beginnen.
--In einer normalen Elternrolle würde dieser jetzt als Schlichter oder Mediator auftreten… Problem ansprechen, wenn möglich im Dreieck klären---
Im sogenannten „love bombing“ wird viel Anteil genommen, das vorhandene Vertrauen genutzt und dann nach und nach negativ erlebtes abgefragt. Selbst Punkte, die mehrere Jahre zurückliegen werden in mehreren Sitzungen hervorgekramt und für jeden Punkt immer mehr Verständnis gezeigt, Tränen getrocknet. Suggestivfragen zu Negativpunkten vertiefen das Leid, gezielte Fragen vertiefen Wunden.
Wenn das Kind durch diese Technik auf dem Tiefpunkt angelangt ist (natürlich, wie jetzt durch die vielen Gespräche bewiesen), beginnt die zweite Phase.

Ersetzen

Ausgehöhlt, hilfesuchend, hat das Kind nur noch einen Ansprechpartner, an den es sich wenden kann. Es fängt an, Suggestivfragen und die „neuen“ Wertegefühle aufzusaugen, sich selber neu mit Kraft zu füllen. Alle diese Punkte werden argumentativ ja „nur zu deinem besten“ eingesetzt, die Willenskraft des Kindes ist aber so geschwächt, dass es seine eigenen vorherigen Wertgefühle nicht mehr zum Einsatz bringen kann, nicht mehr selber bewerten kann, was richtig oder nicht ist. Es folgt die dritte und letzte Phase…

Verstärken

Das Kind hat einen neuen Kopf, aber es kann sein, dass da immer noch Gedanken rebellieren mit den alten Gefühlen. Die Liebe Eltern gegenüber wirkt noch immer, obwohl dieses in der zweiten Phase gehörig bearbeitet wurde. Und…. das Kind hat Schuldgefühle, weil seine Gedanken und Gefühle vielleicht nicht immer übereinstimmen, viele der neuen Sachen/Gedanken „gegen“ das andere Elternteil zielen.
Daher wird von der handelnden Elternseite in dieser Phase immer und immer wiederholt, gefestigt… jede noch so kleine Veränderung wird plötzlich als positive Auswirkungen der „neuen“ Richtung gedeutet, nur so war es richtig, das Alte alles falsch. Und schließlich, wenn das Kind wie ein Tonband alles auswendig wiederholen kann, wenn Aussagen und Gesprochenes im eigenen Sinne falsch interpretiert wird, dann kann die bis jetzt angehaltene Isolation gelockert werden.

Isolation ist ein wichtiger Faktor….. während der ganzen destabilisierenden Phase wäre es zu gefährlich gewesen, das Kind zum Ex-Partner zu lassen. Zu groß die Gefahr, dass die begonnene Umerziehung durch einen plötzlichen Liebesschub aufgehoben wird, der Schmerz die Kinder doch zum Gespräch führt.

Es ist an Euch zu entscheiden, ob das Missbrauch ist. Und es ist gut zu wissen, dass manchmal die Gefühle eines Kindes stärker sind, Willen zum Widerstand verbleibt, beides wird danach bestraft… und Kinder wollen geliebt werden… nicht bestraft werden.

Ich hoffe, dass es keinem mehr passiert, kein Elternteil zu solchen Methoden mehr greift und doch wird es passieren. Kein Appell wird daran was ändern können. Ihr könnt versuchen die Isolation zu brechen, wenn Ihr die Möglichkeit habt, ihr könnt versuchen, das „neue„ Wertesystem aufzuweichen, in dem Ihr Eure Gefühle zeigt, an das alte erinnert, was hoffentlich noch tief schlummert, doch nicht durch Argumente.
Wie ich schon früher einmal in einem Eintrag schrieb: Der Staat kann Euch nicht dadurch helfen dieses zu unterbinden, sondern Unterstützung geben, wie ihr selber psychologisch mit der Situation klar kommt.

Vielleicht irgendwann….

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