Politik: Schwarzgeld und Inselaffen 
Es war ein reiner Hörfehler, den ich am Sonntag nach Bekanntgabe der Umfrageergebnisse hatte: Schwarzgeld hatte die Mehrheit ? Schwarzgeld ? Hmm... es rappelte kurz im Kopf und schon war dieser Artikel in Vorbereitung.

Unabhängig davon, wie diese Wahl ausgegangen ist, welche Auswirkungen sie haben wird, ist es doch mal gut wieder darauf hinzuweisen, wieviele (mutmassliche) Verbrecher heute noch Spitzenpolitiker sind oder auch waren.

Aktuell wird ja nur noch zumeist der Hr. Tauss (ehemals SPD, schnell noch Piratenpartei) genannt, erwischt wegen seiner "Recherchen" zu Kinderpornografie, wobei er allerdings bisher wohl nicht erklärt hat, warum er bestimmte Medien (DVD) mit Material hinter Büchern versteckt hielt. Kultur und Sozial Behörde ?

Vergessen scheinbar die vielen Verfehlungen bei den Gelben, die mit Otto Graf Lambsdorff einen ihrer größsten Verbrecher hatten, nicht nur Verwicklungen in Spendenaffären, sondern verurteilt wegen Steuerhinterziehung. Jedem noch im Gedächtnis, das er Wirtschaftsminister war ?

Ebenso ein großer Vertreter der Linken Oskar Lafontaine.... wer erinnert sich noch daran, dass scheinbar innige Kontakte in das Rotlichtmilieu unterhielt... nach der Idee von Lambsdorff also prädestiniert für einen Innenminister.

Hans-Christian Ströbele dagegen (Mitglied der Grünen) hatte es eher mit dem linken Terrorismus zu tun.... wer weiss noch, dass er wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung zu einer Haftstrafe verurteilt wurde ?

Bleiben nicht mehr viele zu besprechen... bei der rechten Szene ist viel zu finden, die NPD hat so einige Namen.... die CSU (schon gemein, sie der rechten Szene zuzuordnen, aber viele Ansichten und insbesondere auf Bundesebene erwirkte Gesetze deuten dieses an) hat sich mit der Strauß Familie einen großen Namen gemacht. Während die meisten der Affären von Franz Josef aus den 60ern stammen, hat sein Sohn Max die Familientradition scheinbar fortgesetzt.

Verbleiben die CDU und diejenigen, die mal Mitglied der PDS waren, vorher aber schon aktiv in DDR regierten.... will heissen Mitglieder und Mitwirkende eine diktatorischen Überwachungsstaates... und bei der CDU sollte man sich einfach die Ära Kohl mit den Schwarzgeldkassen zu Gemüte führen.

Genug der Verbrecher, kommen wir zu den Inselaffen....

Eine englische Zeitung macht sich gerade über Westerwelle lustig, weil er in einem Interview eines englischen Reporters (der scheinbar keine Lust hatte Deutsch zu reden), nicht auf englisch antworten wollte. Es ist lustig, was scheinbar auf dieser kleinen grünen Insel für eine Mentalität herrscht, sogar künstlich aufgebläht wird. Eine vergleichbare Situation wäre ja auch, wenn ein deutscher Reporter in England ein Interview mit einem hochrangigen Politiker oder vielleicht sogar der Königsfamilie führen möchte. Jeder möge mal selber raten, in welcher Sprache das gemacht worden wäre.

Aber mal die andere Frage zu dem Thema: Welche Währung herrscht in England, wie unterscheidet sich diese von Europa, was unterscheidet das Verkehrssystem von dem in Europa, wie sieht es mit den Längen-, Gewichtsangaben aus ? Man muss leider sagen, dass sich die Insel in vielen Punkten weit hinter das Festland zurückentwickelt hat, nur in Dingen der Überwachungsparanoia haben sie sich das amerikanische Vorbild genommen (Schäuble hat ja auch Tendenzen dazu). Was bleibt also den Affen auf einem Felsen, wenn die Flut die Wellen immer näher an das geliebte Eiland herantreibt ? Sie versuchen die Wellen mit Kokosnüssen zu vertreiben... daher kommt bei mir immer das Schaubild der Inselaffen auf, wenn ich von England rede.

Auf der anderen Seite: Es sind nicht alle so... es gibt dort genauso normale Menschen, wie bei uns, das Land ist einen Besuch und Urlaub wert, aber es wird eindeutig den Konflikt zwischen hinterhertrauern einer einstigen Weltmacht und der Moderne zu bewältigen haben. Hoffen wir, dass sie nicht den Weg der USA gehen und als Ausweg das Werfen von Kokosnüssen auf andere Länder wählen.
Und vielleicht, wenn das britische Pfund nur noch Cent wert ist, werden sie ja doch noch Europäer... aber natürlich mit Führungsanspruch :-)

Marla Peters  
Ich finde in der Politik hat niemand eine zweite Chance verdient. Zumindest nicht schwarz gelb.

Dirk 
Naja, das ist eigentlich schon fast als positiv zu sehen.... denn wenn wir ehrlich sind, muss es etwas zu meckern geben, denn schliesslich haben nicht alle diese Regierung gewählt.

Man soll jedem eine Chance geben (meistens ja 2-3), das gleiche gilt auch in der Politik. Aber..... Nichtstun wird in der Politik belohnt durch: waren nicht negativ aufgefallen. Und was nicht negativ auffällt, könnte ja wieder gewählt werden.... zu so etwas darf es nicht kommen.

Änderungen, vielleicht sogar schmerzhafte (auch für mich), und der Mut zu Änderungen sind das, was bessere Politik ausmachen.

Tom  
Man muss ja sagen, bisher gibt es nicht viel zu meckern über die Regierung. Aber es sind ja noch fast 4 Jahre vor uns. :-(

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