Vor zwei Jahren beschlossen meine Frau (2te Ehe) und ich einen radikalen Schritt vorzunehmen. Obwohl die Nähe zu meinen Kindern (wenn auch zu den Jungs eher in Gedanken) etwas gutes war, zeigte sich doch, dass die emotionale Belastung sowohl für meine Tochter als auch meine Frau durch die immer wiederkehrenden Aktionen der Ex-Frau einfach zu hoch war.

Da alle meine Kindern inzwischen (10 Jahre nach Trennung) in einem Alter angekommen waren, dass sie allein mit der Bahn oder dem Flugzeug reisen konnten, beschlossen wir nicht nur ein wenig weg zu ziehen, sondern in den Süden Deutschlands zu wechseln.

Drei Effekte kamen hoch:

1. Positiv: Meine Jungs namen wieder Kontakt auf und kommen inzwischen regelmäßig zu Besuch. Auch tauschen wir immer wieder Nachrichten über Messenger aus.

2. Positiv: Die Spannungen haben sowohl bei meiner Tochter als auch meiner Frau abgenommen… wenn die Kinder hier sind, dann sind sie vollständig anwesend…. nicht mit den Gedanken bereit am nächsten Tag wieder zu gehen.

3. Negativ/Positiv: Sofort mit dem Umzug wurde eine Sorgerechtsklage bei Gericht eingereicht… mit der Begründung, ich würde versuchen mich dem Unterhalt zu entziehen und sei unbekannt verzogen. Nach einer erfolgten unabhängigen Untersuchung durch die Hakiju (über das Gericht angeordnet) wurde dem Gericht aber angedeutet, dass die Klage jeder Grundlage entbehrte. Allerdings erst nachdem das Gericht das Erscheinen und Befragen der Kinder im Gericht anordnete, zog die Ex-Frau die Klage zurück (zuviel wäre ans Tageslicht gekommen).

Es ist also positiv festzustellen, dass Gerichte durchaus genauer heutzutage die Situationen beleuchten und nicht pauschal zugunsten der Kindesmutter entscheiden.