Obwohl ich nun diesen Blog lange Zeit nicht mehr aktiv bearbeitet habe, sind doch innerhalb 2 wichtige Entscheidungen durch mich erkämpft worden, die hoffentlich auch anderen, finanziell ausgenommenen Vätern einmal helfen werden. Zumindest über die erste erkämpfte Entscheidung werde ich jetzt hier berichten, die zweite befindet sich gerade durch Revision der Gegenseite wiedermal beim OLG Hamburg.

Im Jahr 2010 strebte ich aufgrund der Entscheidung des BGH zur Begrenzung des nach-ehelichen Unterhaltes aus 2008 zumindest eine zeitliche Begrenzung gegenüber meiner Ex-Frau zu erreichen. Anders als in den vielzitiertem Urteil bin ich allerdings Vater 3er Kinder (im Alter von damals 10-13), so daß eine direkte Anwendung nicht möglich war. Obwohl eine geringe Chance bestand verlor ich dann auch in der 1ten Instanz beim Amtsgericht Hamburg Harburg, da sich die zuständige Richterin an den vermeintlich vorgetragenen Bedürfnissen meiner Kinder um eine kontinuierliche Betreuung orientierte. Zudem wurde ich noch zu deutlich überzogenen Unterhalt verurteilt (auf Basis von möglichen Reisekostenerstattungen, die allerdings zum Zeitpunkt der Verhandlungen schon nicht mehr gewährt wurden). Es blieb daher keine Alternative, als sofortige Revision einzulegen.

Trotz einer Bitte um Dringlichkeit fand die Verhandlung vor dem OLG Hamburg erst zu Beginn 2012 statt. Die zuständige Richterin mahnte alle Parteien dringend zu einem Kompromiss, da die Revision Aussicht auf Erfolg hatte, jedoch durch notwendige umfangreiche Gutachten nicht nur teuer sondern auch zeitlich den Rahmen sprengen könnte. Zudem waren durch die Verzögerung natürlich meine Kinder in einem Alter, das i.a. nicht mehr diesen Umfang der Betreuung erfordert. Der Kompromiss folgerte in vom Umfang deutlich reduzierten und zeitlich begrenzten Unterhaltszahlungen bis zum Sommer 2013.

Fast 9 Jahre nachdem die Trennung durch das Fremdgehen meiner Ex-Frau ausgelöst wurde, werde ich endlich vom nach-ehelichen Unterhalt entlastet. Womit ich im Rahmen des Verfahrens nich tgerechnet hatte, waren die Lügen und Unterstellungen der Gegenseite, die teilweise wirklich unter die Haut gehen. Aber es ist ein Hoffnungsschimmer für alle Väter/Mütter, die finanziell nach einer Scheidung von ihrem Ex-Partner ausgenommen werden.