Hilfe im Streitfall durch das Jugendamt

Vor etwas über 3 Jahren eskalierte im Rahmen meiner Scheidung die Situation zwischen meiner EX-Frau und mir in Bezug auf die Kinder.
Wie in einem vorherigen Artikel beschrieben, setzte sie das sogenannte LoveBombing bei einem meiner Söhne ein…. und ich bemerkte es zu spät, als dass ich noch hätte eingreifen können. Nach 5 Monaten wusste ich nicht mehr weiter und bat um einen Termin beim örtlichen Jugendamt mit der Bitte um Unterstützung. Die junge Sachbearbeiterin hörte sich ruhig meinen Fall an und versprach dann mit der Mutter zu sprechen. Mit etwas Hoffnung ging in an dem Tag nach Hause und wartete auf die Antwort.
Sie kam, nur knapp eine Woche nach dem Termin und war anders als erwartet. Mir teilte die junge Frau mit, es sei doch gar nicht so schlimm. Immerhin würde ich meine Tochter weiter sehen. In diesem Gespräch wurde ich nach und nach immer unruhiger. Ich bat die Frau, dass sie bitte unbedingt mit meinen beiden Söhnen direkt sprechen solle, ohne die Anwesenheit ihrer Mutter. Sie versprach es und wollte mich dann später informieren.
Wieder 2-3 Wochen später fragte ich nach dem Stand der Dinge, und fiel aus allen Wolken….. Die junge Mitarbeiterin des Jugendamtes Hamburg-Harburg hatte zwar mit der Mutter gesprochen, doch die hätte abgelehnt sie mit den beiden Jungs sprechen zu lassen. Und damit war alles erledigt, keine weitere Aktivität. Ich war etwas entsetzt. Es wurde einfach ignoriert… ICh wusste, dass ich bei diesem Amt nicht weiterkommen würde und bat um einen Termin bei der Elternberatungsstelle.
Leider sind die Wartezeiten bei dieser Unterstützungsstelle teilweise etwas länger und daher bekam ich erst nach knapp 6 Wochen einen Termin. Mir wurde aber zum erstenmal richtig zugehört. Und man nahm mich ernst, da ich bereits zwei Jahre zuvor dort einmal um Hilfe gebeten hatte. Im Rahmen eines langen Gespräches versuchte ich die Situation zu erklären und wurde auch immer wieder auf die sachliche Ebene zurückgeführt (es ist schwer immer extrem neutral alles zu berichten). Am Ende des Gespräches versprach mir der Leiter der Stelle, die Situation mit seinen Kollegen einmal zu besprechen und Möglichkeiten zu erörtern, was man in diesem Fall machen könnte.
Knapp eine Woche später hatte ich das erneute Gespräch und Ergebnisse waren ernüchternd. Die Rechtslage in Deutschland sieht fast immer eine Entscheidung im Streitfall für die Mutter vor, selbst wenn diese Ihre Kinder mit solchen psychologischen Methoden misshandelt. Und ebenso traurig war auch die Aussage für mich, dass dieses Handeln und dieser Hass mich bis an ihr Lebensende verfolgen würde (was mir der Herr auf Basis seiner Erfahrungen mitteilte). Er verwies mich auf das alte salomonische Urteil… (zwei Frauen, die um ein Kind stritten) nur das in diesem Fall und bei der aktuellen Lage in Deutschland es für die Kinder besser sei, sich mit der Situation anzufinden und die Kinder nicht weiter in den Streit hineinzuziehen.

Fazit:
-Es gibt Stellen, die einem zuhören und versuchen herauszufinden, was gemacht werden kann. Dort werden auch Kurse zum Beispiel für Väter angeboten, um die Situation zu ertragen und damit umzugehen.
-Wenn Ihr Hilfe beim Jugendamt möchtet, achtet darauf auf keinen Fall eine junge Sachbearbeiterin zu bekommen. Die, die im meinem Fall zuständig war, wurde nicht lange nach meinem Hilfegesuch aufgrund eines nicht erkannten Missbrauchfalles vom Dienst suspendiert.
-Lernt von Euren Kindern Abschied zu nehmen (so traurig es ist…)

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